Was für Mountainbikes gibt es?

An der frischen Luft, durch Wälder und Täler mit dem Zweirad verschiedene Hindernisse wie Wurzeln, Steine oder Sprungschanzen überwinden, das ist die Vorstellung vom Mountainbiken. Doch Mountainbiken ist nicht gleich Mountainbiken! Es gibt verschiedene Bereiche zum Beispiel die Downhill-Fahrer oder die Enduro-Biker. Hier werde ich mal erklären was es für verschiedene Mountainbikearten gibt.

Was ist ein Hardtail?

Hardtail

Mountainbikes in der Hardtail Kategorie besitzen einen stabilen Rahmen und sind nur vorne gefedert. Wie der Name schon sagt ist es ein hartes Teil, welches hinten keine Federung hat. In der Hardtailgruppe gibt es günstige Einsteigermodelle mit Rahmen aus Aluminium. Bei teureren Varianten werden die Rahmen aus Carbon gefertigt. Üblicherweise liegt der Federweg bei 100 mm. Es kann auch als Tourenrad verwendet werden. In der Cross Country Wettkamapf-Disziplin wird manchmal die einzige Federung sogar durch eine Starrgabel ersetzt, um den Verlust der Bewegungsenergie zu minimieren. Das Gewicht variiert und liegt je nach Fertigungsmaterialien bei ca 9-12 Kg. Das Gegenteil eines Hardtail Mountainbikes ist das Fully, die folgenden Räder gehören in diese Kategorie.

Hardtail-KTM-Mountainbike-schwarz-rot

Was ist ein All Mountainbike?

All Mountainbike

Das All Mountainbike ist vollgefedert und es wurde erschaffen, um möglichst viele Einsatzmöglichkeiten aller Mountainbikekategorien zu vereinen. Einfache Touren im Flachland oder Touren bergauf und bergab durch den Wald kein Problem. Kleine Sprünge und Drops sind dank der Vollfederung auch machbar. Das Gewicht ist niedrig gehalten und liegt bei ca. 10-14 Kg. Wegen der relativ leichten Bauweise sind lange Strecken von mehr als 50 Kilometern kein Hindernis. Im Gegensatz zum Hardtail sitzt man eher sportlich und weniger gestreckt auf dem Bike. Die Variabilität steht im Vordergrund. Die Federwege betragen meist 120 bis 160 mm. Fast alle Modelle können die Federungen Steuern und so die Federeigenschaft ausschalten um leichter bergauf fahren zu können.

All-Mountain-Mountainbike-Cube

Was ist ein Enduro Mountainbike?

Enduro

Der Unterschied zwischen einem Enduro oder einem All Mountainbike wird immer geringer. Die Enduros sind die Steigerung der All Mountainbikes. Sie sind für einen großen Einsatzbereich konzipiert. Mit ihnen kann man bergauf, wie mit einem Rennpferd, aber auch bergab wie mit einem Freerider fahren. Enduro Bikes sind meist komplett gefedert. Sie verfügen über große Federwege von 140 bis 180 mm und breite standfeste Reifen. Im Gegensatz zum Freeride-Bike sind die Enduros wie auch All Mountainbikes viel tourentauglicher. Für den kleinen Downhillspaß bieten große Federwege bei kleinen Drops und Sprüngen den nötigen Komfort.

Enduro-Mountainbike-Radon

Was ist ein Freeride Mountainbike?

Freerider

Ähnlich wie die Downhill-Mountainbikes sind die Freeride-Mountainbikes für den Gebrauch in steilem und stark abfälligem Gelände entwickelt worden. Sie sind vollgefedert und besitzten lange Federwege von 165 bis 200 mm. Manche Freeride-Mountainbikes sind nicht nur wie die Downhill-Bikes fürs bergab fahren ausgelegt, sondern auch für das bergauf fahren. Touren-Freerider oder Superenduro-Mountainbikes werden diese Art von Freerider genannt, mit denen auch bergauf gefahren werden kann. Freeride Mountainbiker überwinden durch hohe und weite Sprünge von teils mehr als 20 Metern weite Distanzen. Wegen solcher Sprünge haben diese Bikes sehr stabile Bauteile und daher resultiert auch ein stolzer Preis bei der Anschaffung.

Votec-Freeride-Mountainbike

Was ist ein Downhill Mountainbike?

Downhill

Downhill ist ein Begriff, welcher aus dem englischem kommt und „Abfahrt“ heißt. Bei der Radsportart Downhill fährt man mit bestimmten Mountainbikes schnell bergab. Auf meist extra dafür vorbereiteten Strecken, die oft durch den Wald führen, fährt man mit hoher Geschwindigkeit bergab. Dabei müssen Hindernisse wie Steine, Wurzeln oder Schanzen geschickt überwunden werden. In möglichst kurzer Zeit soll eine Strecke bergab durchquert werden. Das erfordert höchste Konzentration. Downhill-Bikes sind speziell für bergab Fahrten konzipiert. Sie haben die größten Federwege von 180 bis 250 mm, da die Kraft aus hohen Drops und Sprüngen gut absorbiert werden kann. Weil sie recht schwer (ca. 18 Kg) sind fährt man mit ihnen meist nur bergab. Wenn es beim Downhill steil bergab geht steht man üblicherweise in den Pedalen, während der Sattel komplett gesenkt ist. Durch das Stehen kann das Gleichgewicht besser gehalten werden und das Risiko eines Sturzes wird vermindert. Die Knie sind leicht gebeugt und werden zu einem direkten Stoßdämpfer.

Downhill-Mountainbike-Canyon

Was ist ein Fatbike?

Fatbike

Von der Struktur her ähneln Fatbikes den Hardtail Mountainbikes. Sie sind für Schnee, Sand und sehr lockere Untergründe ausgelegt. Durch ihre extra breiten Reifen können sie diese sonst schwer zu überwindenden Untergründe gut hinter sich lassen. Wegen der sehr großen Laufräder, werden oft 29 Zoll Geometrien mit speziellen Gabeln genutzt. Die Fatbikes verzichten meist auf Federungen. Die Federeigenschaft sollen die extra breiten Reifen übernehmen. Üblicherweise fährt man die Reifen mit einem Druck von 0,4-0,8 Bar.

Fatbike-Bulls-29-Zoll

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